Aus simplen Wasserwesen werden Fische, erst schwer gepanzert, dann perfekte Schwimmer. Amphibien entsteigen dem Wasser und erleben eine lange Blütezeit – aus ihnen entstehen Reptilien, die das Land erobern. Von diesen Vierfüssern stammen die Vögel ab, die letzten überlebenden Dinosaurier. Unter den ersten Reptilien sind auch die Vorfahren einer neuen, revolutionären Gruppe, die heute die Welt beherrscht – Säugetiere, zu denen auch der Mensch gehört. Die Ausstellung „Flossen, Füsse, Flügel – Der Werdegang der Wirbeltiere“ im Naturhistorischen Museum Bern vermittelt den Besuchern einen spannenden Einblick in die Evolution der Wirbeltiere – wo die Fische einen wichtigen Bestandteil darstellen!

Weit mehr als Lachsbrötchen oder Felchenknusperli: Heutige Fische sind ein wahrer Höhepunkt der Entwicklung des Lebens. Über die Hälfte aller bekannten Wirbeltierarten sind Fische. Sie haben Beweglichkeit, Schnelligkeit und Anpassungsfähigkeit perfektioniert. Nur noch die Schuppen erinnern an die mächtigen Hautpanzer ihrer Vorfahren. Einheimische Fische besiedeln vom Bergbach über Flüsse bis zum Voralpen- und Mittellandsee fast alle Lebensräume, die Süsswasser zu bieten hat. Trotz aller Anpassungsfähigkeit schrumpfen auch einheimische Fischbestände und viele Fischarten der Schweiz drohen unbemerkt zu verschwinden, weil sich ihre Lebensbedingen verschlechtern und geeignete Lebensräume fehlen. Die Gründe sind bekannt: Ungenügendes Restwasser, fehlender Geschiebehaushalt, Schwall-Sunk, Wanderhindernisse und Mikroverunreinigungen. Die Ausstellung öffnet unsere Augen und zeigt die Artenvielfalt der einheimischen Fische, für die es sich einzusetzen lohnt – gehen wir Fischer mit einem guten Beispiel voraus – und vergessen wir dabei nicht: ohne Fische wären wir nicht existent!

     
 
 

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