Seine leuchtende Färbung, die verborgene Lebensweise und das geringe Vorkommen haben ihn berühmt gemacht. Der Eisvogel besiedelt langsam fliessende Flüsse, grössere Bäche und Seen mit ausreichender Sichttiefe. Natürlich darf ein Angebot an Kleinfischen nicht fehlen. Oft bedient er sich auch an verschiedenen Wasserinsekten. Der gute Beobachter kann den Eisvogel auch bei uns im Berner Oberland sichten. Die grössten Chancen auf einen Kontakt bestehen im Gebiet der Saane, wo der Eisvogel auch Brutplätze pflegt. Aufgrund des geringen Bestands hat er kaum Einfluss auf den Fischbestand und kann von uns Fischern mit ruhigem Gewissen einfach nur bewundert werden. Ein wunderschönes Lebewesen…

 

Der Lebensraum im Zentrum

Wichtig ist für den Eisvogel, dass Lebensräume eine eigene Dynamik aufweisen. Wie von uns Fischern gefordert, brauchen Gewässer mehr Raum. So entstehen Flachwasserzonen, Kiesbänke und Buhnen. Kombiniert mit Raubäumen und Störsteinen im Wasser bilden sie einen geeigneten Lebensraum für den Eisvogel  und so die Grundlage seines Lebens. Dieser Lebensraum bietet nicht nur dem Eisvogel Nistmöglichkeiten und Nahrungsquellen. Auch unsere Fischfauna profitiert stark von diesem Umfeld – allen voran die bedrohte Bachforelle. Setzen wir uns für lebenswerte Lebensräume ein und leisten so einen Beitrag im Sinne der nachhaltigen Fischerei! Wenn wir ein kaputtes Gewässer unterstützen, dann ist es definitiv nicht die Lösung Jungfische und adulte Exemplare auszusetzen – das macht keinen Sinn! Denn damit geht es dem Bach nicht besser. Wenn wir es jedoch schaffen die Bedingungen zu verbessern, dann kommen die Fischen von alleine wieder und vermehren sich von selbst.