Vom Grimselgebiet über das Brienzer Rothorn, das weltkannte Dreigestirn und Symbolbild der Region, Eiger, Mönch und Jungfrau, den Wildstrubel, das Niederhorn und Sirgriswilergrat bis hin zum Niesen und der Stockhornkette finden wir charakteristisches Gebirge, weitläufige Wälder, stimmungsvolle Landschaften , reichhaltige Pflanzen- und Tierwelt sowie eine Vielzahl von Gewässern. Kein Wunder, dass das Berner Oberland ein höchst beliebtes Wander-, Ski- und Freizeitgebiet ist, das touristisch entsprechend beworben wird. Mit „seit Jahrzehnten eine Attraktion für Menschen aus der ganzen Welt“ oder „Liebe auf den ersten Blick“ werben Tourismusbüros und empfehlen, „abwechslungsreiche Aktivitäten für Jung und Alt zu erleben“. Zweifellos sind der Thuner- und Brienzersee und deren unzählige Zuflüsse einzigartige Blickfänge. Hier leben unzählige verschiedene Fischarten. Neben Äschen und Bachforellen in den Fliessgewässern, schwimmen Seeforellen, Felchen und Hechte in den Voralpenseen. Doch auch im Berner Oberland gerät die natürliche Vielfalt von verschiedenen Seiten zunehmend unter Druck. So macht die intensive Wasserkraftnutzung vor den Berner Alpen nicht Halt. Mit dem Bau und Betrieb von unzähligen Wasserkraftwerken werden lebenswichtige und unabdingbare Wasserkreisläufe unterbrochen. Zurück bleiben oft trockene Bachbeete oder unüberwindbare Wasserhindernisse, in denen Fische weder leben noch sich fortpflanzen können. Die grossflächige Nutzung von Wasserkraft ist mit ein Grund dafür, dass die Bestände von Äsch, Bach- und Seeforellen massiv zurückgegangen sind. Und wo Gewässer kanalisiert und naturentfremdet werden, gibt es auch für viele andere Tierarten, die bekanntlich alle auf Wasser angewiesen sind, kein Überleben mehr. Highland Fishing setzt sich dafür ein, dass lebenswerte Lebensräume für Fische erhalten bleiben, aufgewertet oder erschaffen werden, damit die Fischvielfalt im Berner Oberland nicht kurzfristigem Profitdenken geopfert wird. Regional gibt es gute Beispiele, wie Wasserkraft sinnvoll genutzt werden kann und so die Fischgängigkeit minimal oder sogar gar nicht einschränken. Dank dem regelmässigen Austausch auf verschiedenen Ebenen mit vielen Akteuren kann einiges bewirkt werden. Der Einsatz der Fischereivereine wird wahrgenommen und erzielt Wirkung. Doch es braucht mehr…
     
 
 

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